Dieses Begleitbuch offnet den Raum hinter dem Kunstwerk Die Sprache der Bilder. Es erklart nicht das Kunstwerk selbst, sondern begleitet den Leser auf dem Weg dorthin, wo Bedeutungen entstehen. Der Horstilismus folgt dem Gedanken, dass Kunst nicht erklart werden muss, sondern erlebt wird. Dennoch darf der Autor uber seine eigenen Gedanken sprechen, uber das, was ihn fuhrte, storte oder irritierte. Dieses Buch ist deshalb weder Kunstwerk noch klassische Analyse. Es ist eine Einladung, sich auf das eigentliche Werk vorzubereiten.Die Sprache der Bilder verwendet keine Worte. Alles entsteht aus Symbolen, Leerstellen und dem Einwirken des Betrachters. Die Gedanken des Autors zeigen, wie man dieses Werk lesen kann, ohne eine feste Lesart vorzugeben. Sie beschreiben, warum Ordnung aufgelost, Struktur vermieden und das Gewohnte bewusst umgedreht wurde. Der Leser soll nicht gefuhrt werden, sondern sich selbst erkennen, wahrend er das Kunstbuch erlebt.Dieses Buch verlangt eine Art des Lesens, die nicht alltaglich ist. Seine Bedeutung zeigt sich nicht im Vorwartsgehen, sondern oft erst, wenn man innerlich umkehrt. Der Horstilismus stellt das Gewohnte auf die Probe und ladt dazu ein, den vertrauten Ablauf umzudrehen. Wer sich auf dieses Werk einlasst, muss bereit sein, ohne feste Richtung zu denken. Manche Gedanken werden erst sichtbar, wenn man sich von der ublichen Ordnung lost. Dieses Buch offenbart sich nicht durch Folgen, sondern durch Hinterfragen.Der Horstilismus nimmt an, dass Kunst erst dann beginnt, wenn man loslasst, was man zu wissen glaubt. Deshalb konnen Bilder ohne Text trotzdem sprechen, Stille kann Bedeutung tragen, und Unvollkommenheit kann naher an der Wahrheit liegen als alle formale Perfektion. Dieses Begleitbuch ist eine ruhige Stimme, die nicht dominiert, sondern anregt. Es dient als Orientierung, als Werkzeug und als sanfte Erinnerung daran, dass jedes Kunstwerk erst im Kopf des Betrachters vollstandig wird. Wer dieses Buch liest, versteht nicht das Kunstwerk. Er versteht, wie er sich ihm nahern kann. Die Gedanken des Autors sind kein Schlussel, sondern eine geoffnete Tur.
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